Grundlagen
Sicherheitsmassnahmen
Sicherheit geht alle etwas an. Jede sechste aktenkundige Straftat in der Schweiz ist ein Einbruch. Im Durchschnitt wird alle 6 Minuten in ein Wohnhaus, ein Ladengeschäft, einen Gewerbebetrieb oder ein anderes Objekt eingebrochen. Pro Tag werden also rund 230 Einbrüche verübt, und die Schäden summieren sich zu Millionenbeträgen. Diese alarmierenden Zahlen machen deutlich, dass sich heutzutage niemand mehr sicher fühlen darf. Je vernetzter Sicherheitsvorkehrungen, desto wirksamer. Zu einem guten Schutzkonzept gehören deshalb Massnahmen im Bereich:
- Mechanik: Einbruchversuche werden verzögert (befestigte Fenster, Türen)
- Technik: Einbrecher werden entdeckt (überwachen, alarmieren)
- Organisation: Einbrecher werden gefasst (Alarm-/Einsatzplan, Intervention)
Mechanische Sicherungen sind nötig, sollen aber nicht die Arbeits- bzw. Wohnqualität beeinträchtigen. Sie halten also den Einbrecher nur solange auf, bis die Polizei - automatisch durch die Alarmanlage aufgeboten - vor Ort eintrifft und den Missetäter verhaften kann. Wo Sachwerte oder die Sicherheit von Personen erheblich gefährdet werden (Banken, Bijouterien, Museen, Botschaften, Militär), braucht es aber nach wie vor umfangreichere "Hürden" wie Zäune, Mauern, Gitter. Bevor der Einbrecher zudem überhaupt zum Haus vordringen kann, hat er schon lange ungewollt einen Alarm ausgelöst (Freigeländeüberwachung).
Eine Alarmanlage ergänzt die mechanischen Sicherungen und schreckt zum vornherein ab. Ihre Hauptaufgaben sind Überwachen/Entdecken, Melden/Auswerten und Alarmieren/Auslösen der Intervention. Die Wahrscheinlichkeit eines Einbruches bzw. eines Schadens sinkt markant. Ein Alarm kann lokal ausgelöst werden (Sirene, Blitzlicht) und den Täter in die Flucht schlagen. Noch besser ist aber eine versteckte Fernalarmierung (Certas) mit umgehendem Eintreffen von Interventionskräften (Securitas, Polizei). Ein abgestimmter Alarm- und Einsatzplan garantiert ein optimales Eingreifen im Ernstfall.
Einbruch-/Überfallmeldeanlage
Eine automatische Einbruchmeldeanlage entdeckt ohne menschliche Mithilfe zuverlässig einen Einbruch, alarmiert gefährdete Personen und mobilisiert die Sicherheitskräfte (Securitas, Polizei). Die Anlage besteht aus Detektoren, der Auswerte- und Bedienzentrale, der Alarmübertragung, einer Energie-/Notstromversorgung sowie Verbindungsleitungen. Einfache Bedienung und eindeutige Berechtigungen verhindern Falschmeldungen und erhöhen die Sicherheit. Wichtig ist nicht zuletzt die Sabotagesicherheit. Werden z.B. Kabel durchtrennt oder Melder sabotiert, wird sofort ein Alarm ausgelöst. Ausgerüstet mit verdeckt angeordneten Überfalltasten kann bei unmittelbarer Bedrohung ein stiller Alarm an die Sicherheitskräfte übermittelt werden (ohne Sirene, zum Schutz der Personen).
Einbruchdetektion
Für die Überwachung gibt es eine ganze Reihe von Meldern und Geräten. Sie erfassen entweder den Täter selbst (Geräusche, Wärmestrahlung, Bewegung) oder die von ihm verursachten Veränderungen am angegriffenen Objekt (Vibration, Wärme, Lageveränderung). Man unterscheidet grob zwischen drei verschiedenen Überwachungsdisziplinen:
- Aussenhautüberwachung: Die Aussenhaut (Mauer, Fenster/Türen) eines Gebäudes oder Gebäudeteiles wird überwacht. Detektoren: Alarmglas, Glasbruchmelder, pneumatische Gitter, Erschütterungs- und Körperschallmelder, Magnet- und Riegelkontakte.
- Raumüberwachung: Hier werden Bewegungsmelder eingesetzt, die entweder nach dem Ultraschall-, Mikrowellen- oder Infrarotprinzip arbeiten. Die Wahl erfolgt jeweils unter Berücksichtigung der möglichen Umwelteinflüsse und Störgrössen.
- Freigeländeüberwachung: Bei hohen Sicherheitsanforderungen muss der Einbrecher bereits beim Überschreiten der Grundstückgrenze erfasst werden. Die im Freien montierten Detektoren umfassen: Mikrowellen-Richtstrecken, Infrarot-Lichtschranken, Zaun- und Bodensensoren, Videoüberwachung.
Anlagenkategorie SVV
Auf dem Markt tummeln sich inzwischen immer mehr Sicherheitsanbieter. Ein Überblick über die Vielfalt und die Qualität der Angebote wird immer schwieriger. Der unabhängige Schweizerische Versicherungsverband (SVV) hat im Interesse der Versicherten einen Standard definiert und kennt ein Anerkennungsverfahren für Fachfirmen und Geräte. Jeder Besitzer einer anerkannten Einbruch-/Überfallmeldeanlage, die durch eine anerkannte Fachfirma richtlinienkonform erstellt wurde, erhält von seiner Versicherung einen Prämienrabatt von max. 30 %. Die zu schützenden Objekte werden vom Versicherer entsprechend ihrem Gefährdungsgrad eingeteilt in:
- Anlagenkategorie 1: erhöhte Gefährdung, Ziel Abschrecken
- Anlagenkategorie 2: grosse Gefährdung, Ziel Verzögern
- Anlagenkategorie 3: sehr grosse Gefährdung, Ziel Verhindern
Securiton ist, als eine der wenigen Firmen, vom SVV für den Bau von Anlagen bis zur Fähigkeitsklasse 3 (Anlagenkat. 3) anerkannt. Unsere Kunden profitieren so von umfassenden seriösen Produkten sowie fachgerechter Planung und Installation.



