Basics
Das Feuer
Der Mensch ist vom Feuer seit Jahrtausenden fasziniert und abhängig. Er braucht diese Energie zum Kochen, Heizen oder zur Materialverarbeitung. So nützlich das Feuer, so gefährlich ist es auch. Auch wenn heutzutage die Elektrizität das offene Feuer mehrheitlich ersetzt hat, entstehen doch immer wieder ungewollte Brände durch Funkenschlag, elektrische Kurzschlüsse und Explosionen. Ein Schadenfeuer kann in seiner Entstehungsphase noch mit einem Glas Wasser gelöscht werden, nach einigen Minuten ist bereits ein Eimer Wasser erforderlich und noch später genügen schliesslich oft Tonnen von Wasser nicht mehr, um den Brand zu löschen. Einrichtungen zur automatischen Brandentdeckung spielen deshalb eine wichtige, manchmal entscheidende Rolle im Wettlauf zwischen der Brandausbreitung und dem Anrücken der Löschkräfte bzw. der Feuerwehr.
Branddetektion
Die Brandmeldung kennt im wesentlichen 3 Detektionsprinzipien. Bei Überschreiten von Vorgaben bzw. Grenzwerten wird ein Brandalarm ausgelöst:
- Rauchdetektion: Messen der Anzahl Rauchpartikel in der Luft. Hier kommen die optischen Rauchmelder zum Einsatz.
- Wärmedetektion: Messen des Temperaturanstiegs innerhalb eines Intervalles bzw. der Maximaltemperatur. Zu dieser Gruppe gehören die Wärme-Differentialmelder und Wärme-Maximalmelder
- Flammendetektion: Messen der vom Feuer ausgehenden Strahlung (infrarot, sichtbar, ultraviolett). Hier werden vor allem IR- und UV-Flammenmelder eingesetzt.
Um eine zuverlässige und optimale Detektion zu gewährleisten sind bei der Auswahl der Brandmelder folgende Punkte zu beachten: Welche Brandart ist zu erwarten oder wahrscheinlich? Wie sind die Brandkenngrössen in der Entstehungsphase? Was sind mögliche Täuschungsgrössen? Raumhöhe? Wie sind die Umgebungsbedingungen (Papier, Kunststoff, Holz, Farben und Lacke, Brennstoffe, Elektrogeräte, EDV-Anlagen...)?
Brandmeldeanlage
Eine automatische Brandmeldeanlage entdeckt ohne menschliche Mithilfe zuverlässig einen Entstehungsbrand, alarmiert gefährdete Personen und mobilisiert die Löschkräfte. Die Anlage besteht aus Brandmeldern, der Brandmeldezentrale, der Energieversorgung, der Alarmierung sowie der Verbindungsleitungen. Die einzelnen Bestandteile haben folgende Funktion:
- Automatische Brandmelder erfassen permanent im Überwachungsbereich die jeweiligen Brandkenngrössen und wandeln sie in ein elektrisches Signal um. Dieses Signal wird von der Brandmeldezentrale aufgenommen, ausgewertet und gegebenenfalls als Brandalarm optisch und akustisch angezeigt.
- Zur manuellen Alarmierung werden Handfeuermelder (Notfalltasten) eingesetzt.
- Die Alarmierung vor Ort dient der frühzeitigen Warnung anwesender Personen.
- Der Brandalarm wird mit einer Übertragungseinrichtung an eine Fernalarm-Empfangszentrale weitergeleitet. Von dort werden dann die Brandbekämpfungsmassnahmen veranlasst (Feuerwehr).
- Für die Elektrizitätsversorgung sind zwei voneinander unabhängige Stromquellen notwendig. Eine der beiden Quellen ist immer das Netz, die andere ein Notstromakkumulator.
- Störungen werden in der Brandmeldzentrale optisch und akustisch angezeigt und mit einer Übertragungseinrichtung an eine Fernüberwachungs-Empfangszentrale weitergeleitet. Von dort aus wird die Störungsbehebung veranlasst.
- Die Brandmeldezentrale ist so beschaffen, dass nach Bedarf verschiedene automatische Brandfallsteuerungen ausgelöst werden (z.B. stationäre Löschanlagen, Klima- und Lüftungsanlagen, Brandschutztüren, Liftanlagen)
Brandmeldung für Sonderanwendungen
Überall dort, wo der Einsatz von konventionellen Punktmeldern aus praktischen, technischen oder ästhetischen Gründen schwierig wird, sind Anwendungen aus der Sonderbrandmeldung die optimale Lösung. Es gibt hier die 2 Produktegruppen Rauchansaug-Systeme und die linearen Wärmemelder. Die genaue Funktionsweise ist unmittelbar bei den Produktebeschreibungen aufgeführt.
Brandlöschung
Für alle Aspekte der Brandlöschung verweisen wir auf die Partnerfirma Contrafeu AG (ein Unternehmen der Securitas Gruppe), die in diesem Gebiet spezialisiert ist und über grosse Erfahrung verfügt.




