Videoüberwachung in der Stadt Luzern

Aufgrund negativer Vorfälle am Bahnhofplatz entschied sich die Luzerner Stadtregierung 2008 für ein Massnahmenpaket. Neben Vorkehrungen in den Bereichen Bau, Soziales, Reinigung und Polizei wurde auch eine Ausweitung der öffentlichen Videoüberwachung bewilligt. Zusätzlich zum Bahnhofplatz werden weiterhin auch die historisch wertvollen Holzbrücken sowie neu das Stadthaus mit Kameras beobachtet. Securiton hat die gesamte Videoüberwachungsanlage eingerichtet und ist für deren Unterhalt zuständig.
Schweizweit nimmt die Zahl der Kameras zu, die öffentliche Räume beobachten. Ein typisches Beispiel ist die Stadt Luzern. So entschied sich die Luzerner Stadtregierung dazu, den stark frequentierten Bahnhofplatz mit Kameras zu überwachen. Die Stadtbevölkerung hat im Sommer 2008 ein entsprechendes Reglement mit rund 70 Prozent Ja-Stimmen deutlich gutgeheissen. Im Herbst 2008 konnte die Ausstattung der vier Standorte mit Videokameras beginnen. Securiton erhielt den Auftrag für die Umsetzung und agierte als Generalunternehmen.
Historisches und «Hot-Spots»
Die Kapellbrücke ist das Wahrzeichen der Stadt Luzern. Die Spreuerbrücke ist die zweite gedeckte Holzbrücke und beherbergt wie die Kapellbrücke einen mehrteiligen Gemäldezyklus. 1993 wurde die Kapellbrücke bei einem Brand beinahe völlig zerstört. Die beiden Brücken wurden deshalb zum Schutz vor Brand und Vandalismus nach der Renovierung mit Kameras überwacht. Diese Anlagen mussten aber jetzt erneuert werden. Der Bahnhofplatz seinerseits war häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen und Strassenkriminalität. Das Stadthaus beherbergt Stadtregierung und -verwaltung. Die Kameras am Stadthaus und beim Bahnhofplatz sollen eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Straftäter haben und die Strafverfolgung im Ereignisfall erleichtern. Insgesamt wurden innerhalb eines Jahres sechs Innenkameras, 20 Micro-Kameras und 22 Kameras in Wetterschutzgehäusen installiert und mit Glasfaserkabel vernetzt. In ihrer Einsatzzentrale kann die Polizei die Bilder sehen, nach Bedarf auswerten und gegebenenfalls intervenieren. Die Aufzeichnungen werden gespeichert und aus Datenschutzgründen periodisch und automatisch wieder überschrieben. Securiton ist weiterhin für den Kameraunterhalt, die Datenbank-Optimierung und Software-Updates zuständig.
